Zahnarztpraxis Marten Jan Lindeman - Zahnimplantate

10 Mythen und Fakten über Zahnimplantate

Über Zahnimplantate gibt es viele Gerüchte, Mythen und „persönliche Geschichten“. Wir möchten heute zu den zehn häufigsten Fragen und Implantat-Mythen Stellung nehmen und ehrliche Antworten geben, die Licht ins Dunkel bringen. Denn die Zahnheilkunde ist insbesondere im Bereich der Implantologie deutlich fortgeschrittener als noch vor 10 bis 15 Jahren. Die Forschung hat dazu beigetragen, dass heutzutage auch schwierige Fälle gute Chancen auf eine problemlose Implantation haben. Neue Implantatsysteme ermöglichen deutlich kürzere Einheilzeiten als noch in früheren Zeiten.

Die erfolgreiche Zahnimplantation* ist in der Zevener Praxis von Marten Jan Lindeman der Regelfall und bietet mit einer Erfolgsquote von über 95 % ein gutes Gefühl der Sicherheit und vorhersagbarer Ergebnisse. In fachkompetenten und erfahrenen Händen zu sein, ist für die Patienten des Implantologen M. J. Lindeman das wichtigste Gefühl, um Vertrauen aufzubauen. Lindeman ist weit über die Grenzen von Zeven hinaus bekannt für seine langjährige Expertise im Bereich Implantologie und nimmt sich auch komplexer anspruchsvoller implantologischer Behandlungen an. Basis dieses Renommees sind zahlreiche Implantologiefortbildungen im In- und Ausland sowie jahrelange Praxis. „Immer mehr Patienten entscheiden sich für implantatgetragenen festsitzenden Zahnersatz und sind hinterher begeistert von dem neu gewonnenen Komfort beim Essen, Sprechen und Lachen,“ berichtet Lindeman, der schon lange Master of Science für Implantologie ist und sein zahnärztliches Fachwissen inzwischen auch an der Universität Hamburg an Zahnmedizinstudierende weitergibt. „Ich möchte mit den Mythen aufräumen und hier die Fakten auf den Tisch legen,“ sagt der überzeugte Implantologe Lindeman.

 

1. Zahnimplantationen sind doch immer schmerzhaft. Oder?

Dank örtlicher Betäubung ist eine Zahnimplantation überhaupt nicht schmerzhaft - man merkt nichts unter der Lokalanästhesie. Besonders Ängstliche möchten zusätzlich noch eine Lachgas-Sedierung, die beruhigend und angstbefreiend wirkt. Übrigens: die Implantation als solche wird meistens sogar als weniger schlimm empfunden als die Zahnextraktion. Und wir ziehen natürlich auch die erkrankten Zähne ausschließlich unter Betäubung. Hier muss keiner unnötig leiden.

 

2. Das dauert extrem lange. Stimmt’s? Nicht unbedingt!

Es kommt immer auf den Einzelfall an. Die Implantation an sich kann relativ schnell gehen: ca. 20 Minuten - und die Implantatschraube ist im Kieferknochen eingebracht.

In manchen Fällen verzögert sich die Implantation, weil der Patient nicht ausreichend Kieferknochen zur Aufnahme der Implantatschraube hat und zuvor noch Knochen aufgebaut werden muss. Viele verlieren Knochensubstanz aufgrund einer Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates und des Zahnfleisches). Bei anderen hat sich der Kieferknochen durch eine langjährige Zahnlücke abgebaut, weil der Zug und Druck auf den Knochen fehlten, um das natürliche Knochenwachstum anzuregen. Wird ein Implantat eingesetzt, bevor sich der Kieferknochen abbaut, kann auf einen Knochenaufbau in der Regel verzichtet werden. Für einen Knochenaufbau sollte man konservativ kalkuliert rund 6 Monate einplanen. Je nach Patienten dauert die Einheilphase unterschiedlich lange: sie variiert je nach Knochenqualität und individuellem Heilungsverlauf. Bei Implantaten im Oberkiefer sollte man mit einer Einheilzeit von ca. 8 Wochen bis 3 Monate rechnen, im Unterkiefer dauert die Einheilung ca. 6 Wochen bis 3 Monate. Übrigens: Tabakkonsum kann das Einheilen negativ beeinflussen. Also Finger weg vom Glimmstängel, wenn Implantate komplikationsfrei im Kiefer einheilen sollen.

Schneller geht es mit Mini-Implantaten: die durchmesserreduzierten, einteiligen Implantate nutzen wir meist dazu, Prothesen fest im Kiefer zu verankern. In der Regel ist kein Knochenaufbau hierfür nötig. Aufgrund des kleinen Implantatdurchmessers verkürzen sich sowohl der Eingriff selbst als auch die Einheilphase.

 

3. Implantate sind zu teuer! Nein, der neue Komfort ist es wert!

Die Entscheidung für ein Zahnimplantat sollten keine Preisfrage, sondern eine Wertefrage sein. Zugegeben, eine Implantatbehandlung ist zwar nicht billig, aber sie lohnt sich. Der wiedererlangte Komfort durch festsitzenden implantatgetragenen Zahnersatz ist es wert, zugunsten einer Implantatversorgung zum Beispiel auf etwas anderes zu verzichten oder die Kosten zu finanzieren. In der Praxis Lindeman bekommen Patienten attraktive Finanzierungsmöglichkeiten und Beratungen zur privaten Zahnzusatzversicherung, die auch Implantatkosten übernehmen können.

Der angenehme Tragekomfort von festsitzendem Zahnersatz und die Langlebigkeit von Implantaten sind Grund genug, sich für die künstlichen Zahnwurzeln zu entscheiden. Bei guter Mundhygiene können Implantate - ähnlich wie die eigenen Zahnwurzeln - bis zum Lebensende halten. Langfristig rechnet sich die Investition in die Gesundheit und in ein schönes Lächeln: so kosten Implantate nur noch wenige Cents pro Tag.

 

4. Eine Prothese oder Brücke ist doch genauso gut, oder? Nein - leider nicht.

Meiner Meinung nach sind Implantate fast immer die bessere Wahl. Sie sind Brücken und  herausnehmbaren (Teil-)Prothesen in vielerlei Hinsicht überlegen: Denn die künstlichen Zahnwurzeln verhindern den Knochenabbau des Kiefers durch ständigen Reiz, Zug und Druck auf das Knochengewebe. Es wird - genauso wie durch natürliche Zahnwurzeln -angeregt, ständig neue Knochenzellen zu bilden. Ein weiterer Nachteil herkömmlicher Zahnersatzversorgungen mit Brücken: die gesunde Zahnhartsubstanz der Nachbarzähne muss beschliffen werden, damit die Brücke hierauf befestigt werden kann. Dank Implantaten bleibt dagegen sowohl der Kieferknochen langfristig erhalten als auch die Zahnhartsubstanz der Nachbarzähne. Implantate verankern nicht nur Einzelzähne, sondern auch Brücken, Teil- und Totalprothesen fest im Kiefer. Außerdem ersparen sich Implantatträger die lästige geschmacksverändernde Haftcreme, die häufig bei herausnehmbarem Zahnersatz notwendig ist. Bei implantatgetragenen Oberkieferprothesen ist der Gaumen frei - das sorgt für ein besseres Geschmacksempfinden beim Essen gegenüber herkömmlichen Prothesen, die zur Befestigung am Gaumen saugen müssen. 

 

5. Darf jeder Zahnarzt Implantate setzen? Ja, aber...

Zwar darf jeder Zahnarzt Implantate setzen, jedoch sollten Patienten darauf achten, einen erfahrenen Implantologen zu wählen. Dieser sollte eine Vielzahl an Zahnimplantaten pro Jahr einsetzen und sich stetig weiterbilden. Die Zertifizierung als Implantologe durch die Deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI) ist auch ein Qualitätshinweis. Wer sich nicht sicher ist, kann den Zahnarzt oder Kiefer- bzw. Oralchirurgen auch offen fragen, wie viele Implantate er pro Jahr einsetzt.

 

6. Implantate muss man doch irgendwann ersetzen. Oder?

Zahnimplantate können ein Leben lang halten. Vorausgesetzt, diese wurden richtig eingesetzt und die Mundhygiene stimmt dauerhaft. Denn egal wie erfahren und kompetent der Implantologe ist, werden die Zähne nicht gewissenhaft geputzt und regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt, kann sich das Zahnfleisch und der Zahnhalteapparat entzünden: Zahn- bzw. Implantatverlust sind die Folge. Wer seinen implantatgetragenen Zahnersatz aber richtig pflegt und regelmäßig beim Zahnarzt kontrollieren lässt, hat lange Freude an den neuen „Dritten“: 95% der eingesetzten Zahnimplantate halten auch Jahre später noch, was sie versprechen.

 

7. Verträgt Jeder Implantate? Oder gibt es auch Allergien?

Zahnimplantate sind biokompatibel - also im Körper gut verträglich. In den meisten Fällen bestehen sie aus hochreinem Titan. Dieser ist inert, reagiert also nicht mit dem umgebenden Gewebe und ruft in der Regel auch keine Allergie hervor. Tatsächlich weist nur eine Person von 10.000 eine Titan-Unverträglichkeit vor. In diesem Fall kann aber immer auf ein Keramik-Implantat zurückgegriffen werden. Die Ausrede „Ich vertrage das aber nicht" gilt somit nicht mehr.

 

8. Sind Implantate auch etwas für ältere Menschen? Na klar!

Gerade ältere Menschen fragen sich, ob sie noch für eine Implantatbehandlung „jung genug“ sind, damit die künstliche Zahnwurzel auch wirklich einheilt. Dabei ist der Einheilungserfolg von Zahnimplantaten keine Frage des Alters, sondern des allgemeinen Gesundheitszustands. Wenn gesundheitlich nichts gegen eine Implantation einzuwenden ist, können Implantate prinzipiell in jedem Alter eingesetzt werden. Es spricht sogar vieles dafür: besonders für ältere Patienten mit einem zahnlosen Kiefer eignen sich zum Beispiel Mini-Implantate zur sicheren und festen Verankerung einer Prothese. Vorteil: die Einheilung von Mini-Implantaten ist kürzer und der Eingriff noch schonender. 

 

9. Eignen sich Implantate also für jeden? Nicht ganz...

Unter bestimmten Voraussetzungen können Implantate nicht eingesetzt werden. Wer seine Mundhygiene nicht sorgfältig ausführt und somit auch die Implantate nicht richtig pflegen wird, sollte auf Zahnimplantate verzichten. Denn diese werden vermutlich mit der Zeit genauso ausfallen, wie die natürlichen Zähne. Das tägliche Zähneputzen entspricht bei Implantatpatienten also der Zahnpflege von natürlichen Zähnen. 

Vorsicht bei der Einnahme bestimmter Medikamente, wie beispielsweise Psychopharmaka, Blutgerinnungs- oder Osteoporosemedikamente: Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, ob eine Implantation trotz Einnahme dieser Präparate möglich ist. Außerdem gilt für Risiko-Patienten, die sich implantatgetragenen Zahnersatz wünschen folgendes: Sollte eine Parodontitis vorliegen, muss diese erst bis zum Ende fertigbehandelt werden, bevor Implantate eingesetzt werden können. Weitere Erkrankungen, wie nicht eingestellter Diabetes, Wundheilungsstörungen oder schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, können eine Implantatversorgung schwierig gestalten. Diese Patienten sollten einen erfahrenen Implantologen aufsuchen, der dann individuell entscheidet, ob ein Implantat sinnvoll ist.

 

10. Sehen Zahnimplantate künstlich aus? Überhaupt nicht!

Wenn der Implantologe und das Dentallabor die Arbeit korrekt ausgeführt haben, können Zahnimplantate nicht von den natürlichen Zähnen unterschieden werden. Lediglich der Zahnarzt weiß, dass die Zahnwurzel aus Titan ist und eine Keramikkrone trägt. Herzhaftes Lachen ist somit problemlos möglich, niemand erkennt das Implantat dabei. Auch das Mundgefühl entspricht dem von natürlichen Zähnen.

 

Fazit

Ein Implantat ist meistens die bessere Versorgungslösung bei Zahnverlust. Es eignet sich für die allermeisten Menschen im Erwachsenenalter. Wer Ausreden parat hat, wie Schmerzen bei der Implantation oder Unverträglichkeit der Implantate, ist nicht aktuell informiert. Die meisten Eingriffe sind heute Routine. Und sie sind minimalinvasiv. Die hohen Erfolgsquoten bei Zahnimplantationen von ca. 95 % sprechen für sich - Titan-Implantate sind sehr gut verträglich und heilen in der Regel gut ins Gewebe ein. Außerdem sind heutzutage Implantationen nahezu schmerzfrei. Und wer rechtzeitig eine Zahnzusatzversicherung abschließt, muss sich im Idealfall auch keine Sorgen um die Kosten machen.

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*Experten geben die Fünf-Jahres-Erfolgsquote für Ober- und Unterkieferimplantate mit 80 bis 95 Prozent an. Hersteller sprechen sogar von Zehn-Jahres-Überlebensraten der Implantate von über 95 Prozent. Bedingt durch die etwas härtere Knochenstruktur ist die Einheilung im Unterkiefer dabei der im Oberkiefer leicht überlegen. Hersteller sprechen sogar von Zehn-Jahres-Überlebensraten von über 95 Prozent." 

Bildquelle: Thomas Reimer

 Zahnimplantate 10 Mythen und Fakten - Stellungnahme von Zahnarztpraxis Marten Jan Lindeman Lindeman


Kategorie: | Datum: 07 September, 2020

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